Auf dem Altar stehen zwei Leuchter, auch sie sind eine Spende für die Inselkirche. Beide Leuchter aus Gelbguss sind aus dem Jahre 1831. Ihre Spenderinnen waren Anna Schütt, geb. Feldhausen und Henriette Jellmann, geb. Feldhausen, so belegen es die Inschriften.Links vor dem Altar steht das Taufbecken. Es wurde aus Sandstein gefertigt, ist allerdings heute, genau wie der Altar, weiß übermalt. Das Taufbecken wurde von Carl Georg Graf Wedel-Gödens zur Einweihung der Kirche gestiftet, wie auch eine Inschrift bezeugt. Es stand früher direkt in der Achse vom Eingang zum Altar, wurde aber bei Renovierungen in den 50er Jahren nach links versetzt. Der Stil des Taufbeckens passt zu Altar und zur Kirche, denn auch hier bediente man sich des Formenrepertoires der Neogotik. Neben der Inschrift mit dem Spendernamen findet man noch eine weitere, sie lautet: „Lasset die Kindlein zu mir kommen.“ (Markus 10, Vers 14)
Rechts vor dem Altar steht die Kanzel. Sie ist ebenfalls neogotisch. Die Kanzel wird von vier Aposteln geschmückt (Petrus, Johannes, Paulus und Jakobus) in deren Mitte Jesus steht. In seinen Händen hält er die aufgeschlagene Bibel, auf der man den ersten und letzten Buchstaben des griechischen Alphabetes sehen kann. Dies steht für den Anfang und das Ende, die ganze Geschichte der Welt, die in der Bibel aufgeschrieben steht. Die Figuren der Kanzel wurden 1970 zur Restaurierung weggegeben und kamen Anfang 1972 nach Norderney zurück. In der Zwischenzeit hatte man auch die Kanzel weiß gestrichen. Nach der Restaurierung waren die Figuren holzsichtig naturbelassen, so wie es früher der Fall war. Das gefiel dem Pastor und dem Kirchenvorstand gar nicht. Sie meinten, dass das Holz nicht zu der neuen Farbigkeit der Kirche passe. Aus diesem Grund ließ man die Figuren recht farbenfroh bemalen. Als der Restaurator davon Kenntnis erhielt, beschwerte er sich beim Amt für Bau- und Kunstpflege bei der Landeskirche in Hannover. Die dortigen Denkmalpfleger waren über die neue Farbgebung entsetzt und stellten die Gemeinde zur Rede. Der Kirchenvorstand und der Pastor waren aber der Überzeugung, nichts Unrechtes getan zu haben und fanden die neue Farbigkeit sehr stimmig. Das Amt für Bau- und Kunstpflege konnte sich mit dem Wunsch, die Farbe wieder abnehmen zu lassen, nicht durchsetzen.

Einige Kirchenbesucher wundern sich vielleicht über die Schiffsmodelle, die im Kirchenschiff hängen. Dies ist in Gemeinden, die viel mit Seefahrt zu tun haben, sehr verbreitet. An Nord- und Ostsee gibt es viele Kirchen, in denen Schiffsmodelle hängen oder stehen. Dieser Brauch entstand als Dank an Gott für eine gute Heimkehr oder für eine Rettung aus schwerer See. Seefahrer bauen seit dem 12. Jahrhundert Votivschiffe für Kirchen.

Das weiße Schiff mit den vollen Segeln wurde bereits 1808 in der alten Inselkirche aufgehängt. Es wurde von E. H. Rass gebaut. Es ist ein dreimastiges, bewaffnetes Handelsschiff mit 34 Kanonen. Das andere Votivschiff wurde 1904 in der Kirche aufgehängt. Es ist ebenfalls ein dreimastiges, bewaffnetes Handelsschiff, jedoch ohne Segel. Der Erbauer dieses Schiffes war Herr W. Kranich.

Wenn man vor dem Altar steht und seinen Blick nach rechts Richtung Seiteneingang wandern lässt, kann man eine weitere kleine Kostbarkeit erblicken und zwar ein Holzreliefbild. Dieses Bild ist um die 200 Jahre alt. Es befand sich früher im Besitz einer jüdischen Familie aus Norderney, der Familie Sandomir aus der Strandstraße. Als die Familie im dritten Reich zur Auswanderung getrieben wurde, gab sie das Bild einem Norderneyer zur Aufbewahrung. Die Familie Sandomir meldete sich aber nicht wieder und so vermachte der Norderneyer das Bild der Kirchengemeinde. Es fand hier einen würdigen Platz über dem Seiteneingang. Auf dem Holzrelief ist ein christliches Motiv dargestellt. Man kann dort Abraham im Hain von Mamre sehen, der von drei Gottesboten aufgesucht wird. Sie kündigen ihm und seiner Frau Sara trotz deren hohen Alters die Geburt eines Sohnes an. Dieser Sohn wird Isaak sein (nachzulesen im 1. Buch Mose, 18. Kapitel: „Der Herr bei Abraham in Mamre.“).Das Holzrelief wurde 1972 aufwändig restauriert. Hierbei hat der Restaurator herausgefunden, dass das Bild früher weitestgehend farblos, also holzfarben, war. Nur einige wenige Stellen waren in Brauntönen bemalt und ganz besondere Stellen waren vergoldet. Später hat man das Relief  in naturgetreuen Farben angemalt, was den Charakter des Reliefs stark verändert hat. Der Restaurator hat bei der Restaurierung teilweise den Ursprungszustand wiederhergestellt ansonsten hat er dezentere Farben für die Kolorierung gewählt.